Gottesdienste           
Änderungen sind möglich


Liebe Brüder und Schwestern!

Überall in Deutschland wurde aufgrund der Coronavirus Epidemie das öffentliche Leben eingeschränkt. Am Montag, dem 16. März, wurde eine Verordnung der Bundesregierung beschlossen, die unter anderem auch gottesdienstliche Versammlungen ausdrücklich untersagt. Bis wann dieses Verbot in Kraft bleiben wird, ist derzeit unbekannt, mindestens jedoch bis zum Lazarus-Samstag (11. April 2020).

Der Gottesdienst und vor allem die Eucharistie sind das Herz des orthodoxen Kirchenlebens. Wir werden die Gottesdienste auch weiterhin feiern, allerdings nur Priester und Sänger, ohne Teilnahme des Volkes. Wenn wir uns jetzt auch nicht persönlich treffen können, gibt es doch die Möglichkeit telefonisch, per Mail oder WhatsApp den Kontakt zu halten. Gerne können auch Namen für das Gebet in der Liturgie oder für andere Gebetsanliegen geschickt werden. Vater Thomas hat das Stundengebet für Laien zusammengestellt. Damit können die Gottesdienste auch zu Hause gefeiert werden. Es gibt auch weitere Gebete aus dem orthodoxen Gebetbuch

Wenn wir es technisch schaffen, werden wir die Sonntagsliturgie per Live-Stream auf YouTube veröffentlichen, sodass es möglich sein wird, wenigstens virtuell teilzunehmen und mitzubeten.
Unser Kanal: Orthodoxe Kirche Balingen und Albstadt.

Gemeindemitglieder mit pastoralen Anliegen bitte ich mich anzurufen. Die Beichte kann in dieser Zeit auch telefonisch abgelegt werden. Auch die Kommunion kann unter bestimmten Voraussetzungen empfangen werden, aber nur nach vorheriger Absprache.

Wir alle sind durch die Geschehnisse der letzten Tage, vor allem aber durch die ungewöhnlichen und außerordentlichen Maßnahmen, die vom Staat ergriffen werden, sehr beunruhigt. Diese Maßnahmen sind aber nicht gegen den Glauben und die Kirche gerichtet, obwohl uns das existenziell betrifft. Ich bitte euch eindringlich zu Hause zu bleiben und so wenig wie möglich Kontakt zu anderen zu haben. Es geht hier nicht in erster Linie um die eigene Gesundheit, sondern darum, mitzuwirken, dass sich der Virus nicht so schnell verbreiten kann und unsere Mitmenschen nicht angesteckt werden. Letztendlich geht es darum zu verhindern, dass andere Menschen sterben müssen. Wir sollte hier als Christen mit gutem Beispiel vorangehen.

Die orthodoxe Bischofskonferenz in Österreich lädt das gläubige Volk ein, jeden Abend um 20.00 Uhr füreinander und für die Kranken zu beten, egal wo man sich gerade befindet, um so, wenn auch räumlich getrennt, doch im Gebet vereint zu sein. Ich halte das für eine sehr gute Aktion und schlage vor, dass wir uns als Gemeinde auch an diesem Gebet beteiligen, um so jeden Tag im Gebet vereint zu sein.

Wir wollen hoffen und beten, dass die gegenwärtige Situation bald beendet sein wird, so dass wir zum normalen kirchlichen und liturgischen Leben zurückkehren können. Wir werden euch über unsere Webseite über wichtige Entwicklungen informieren.

In der Liebe Christi und im Gebet für Euch alle

Erzpriester Michael Buk