Hirtenbrief zum Beginn der heiligen großen vierzigtägigen österlichen Fastenzeit

von Bartholomaios durch Gottes Erbarmen Erzbischof von Konstantinopel, dem Neuen Rom, und Ökumenischer Patriarch dem ganzen Volk der Kirche Gnade und Friede von Christus, unserem Erlöser, von uns aber Fürsprache, Segen und Vergebung


„Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade;

jetzt ist er da, der Tag des Heils“.

(2 Kor 6,2-3)

 

 

 

Geliebte Brüder und Kinder im Herrn,

unsere orthodoxe Kirche rät uns, in dieser Zeit unsere Aufmerksamkeit der wahren Umkehr zuzuwenden, welche nach einem Wort des hl. Johannes Chrysostomus „der Schmelztiegel der Sünde“ ist. Die Umkehr ist das erste Thema der Verkündigung unseres Herrn Jesus Christus und die Quintessenz der christlichen Lehre. Sie ist die alltägliche Einladung der Kirche an uns alle.

Dennoch haben nur wenige Christen die Umkehr wirklich erfahren. Bisweilen betrachten wir sie als etwas, das nicht jeden von uns angeht, weil wir nicht zu uns kommen, weil wir uns unserer selbst nicht bewusst werden und nicht das Empfinden haben, in irgendeine Sünde gefallen zu sein. Aber wie uns der Lehrer des geistlichen Lebens, der hl. Mönchsvater Isaak der Syrer, belehrt und wie es die meisten erfahrenen Väter unserer Kirche uns sagen, bedürfen „selbst die Vollkommenen der Umkehr.“ Denn die Umkehr ist nicht nur Reue über unsere Sünden und die darauf folgende Entscheidung, sie nicht zu wiederholen, sondern auch die Wandlung unserer Auffassungen zum Besseren hin, so dass sich unsere Auffassungen über Gott und die Welt beständig verbessern und die Liebe, die Demut, die Reinigung und der Friede zunehmen.

In diesem Sinn ist die Umkehr ein endloser Weg zur Vollkommenheit Gottes, die wir erstreben und auf die hin wir uns immer bewegen sollen. Da Gottes Vollkommenheit grenzenlos ist, ist auch unser Weg zur Angleichung an sie grenzenlos und unendlich. Es gibt immer wieder eine Ebene der Vollkommenheit, die höher ist als jene, auf der wir uns gerade befinden. Aus diesem Grunde müssen wir den geistlichen Fortschritt und unsere Wandlung erstreben – wie es der bis in den dritten Himmel erhobene und der Schau unsagbarer Geheimnisse gewürdigte Apostel Paulus von uns fordert, wenn er schreibt: „Wir alle spiegeln mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und werden so in sein eigenes Bild verwandelt von Herrlichkeit zu Herrlichkeit durch den Geist des Herrn.“ (2 Kor 3,18)

In dem Maß, in dem unsere innere Welt, unser geistliches Auge, gereinigt wird, sehen wir uns selbst und alle Dinge schärfer. Und dieser Wandel, diese Besserung der Wahrnehmung der Dinge der Welt und der geistlichen Verfassung unserer selbst bedeutet Umkehr, also eine erneuerte und verbesserte Verfassung unseres Geistes, erneuert und verbessert im Vergleich zu derjenigen, in der wir uns bis jetzt befinden. In diesem Sinn ist die Umkehr eine grundlegende Voraussetzung des geistlichen Fortschritts und das Erlangen der Ähnlichkeit mit dem Gott unseres Lebens.

Gewiss muss die Umkehr, um wirklich Umkehr sein zu können, von entsprechenden Früchten begleitet sein, insbesondere von Vergebung und Wohltätigkeit gegenüber unseren Mitmenschen. Die von der Liebe zum Mitmenschen herrührende Bewegung unseres Herzens zu seiner Annahme und zur Befriedigung seiner Bedürfnisse, im Maß des Möglichen, ist ein grundlegendes Element der aufrichtigen Umkehr. Im Übrigen besteht der Weg der Umkehr aus der Anerkenntnis der Sünden und ihrem Bekenntnis, sowie daraus, nicht nachtragend zu sein, mit Inbrunst und Sorgfalt zu beten, barmherzig, demütig und liebevoll zu allen zu sein, das Böse durch das Gute zu besiegen, die Eitelkeit und die nichtige, sofort verwelkende Hoffart zu fliehen.

„Der Unterschied zwischen dem Zöllner und dem Pharisäer ...“ offenbart den Kampf der Umkehr in der menschlichen Seele und mahnt uns alle, „die überhebliche Rede des einen zu hassen und das ergriffene Gebet des anderen nachzuahmen“ und inständig unter Tränen zu beten: „Gott, sei uns Sündern gnädig und erbarme Dich unser!“

Die anbrechende Zeit der heiligen großen Fasten bietet sich an, mitten in einer ausgedehnten, weltumfassenden ökonomischen Krise, unsere Mitmenschen materiell und geistlich zu unterstützen. Auf diese Weise handeln wir menschenliebend und stellen unsere Wandlung in der Abkehr von einer individualistischen, pharisäischen Lebensauffassung hin zu einer sozialen, altruistischen Zöllnergesinnung tatkräftig unter Beweis; so werden wir eine große und überaus nützliche Umkehr und Wandlung der Lebensweise und egozentrischen Einstellung bewerkstelligt haben. Dann werden wir die Umkehr von einer grundsätzlichen und falschen Lebenseinstellung als einen Übergang von der Sünde des Egozentrismus und der Eitelkeit des Zöllners zur Tugend der Solidarität, erfahren haben „indem wir die Erbarmen findende Demut und Einsicht des Zöllners erstrebt haben.“

Vom Patriarchenthron des hl. Johannes Chrysostomus, des Künders und erfahrenen Lehrers der Umkehr, mahnen wir mit ihm am Anfang dieser heilsamen Zeit der Reinigung des Herzens und des Geistes, die uns befähigt, das Leiden, das Kreuz, das Grab und die Auferstehung unseres Herrn nicht nur in Symbolen und Worten, sondern in Tat und Wahrheit zu empfangen , und bitten und flehen auch selbst als der Geringste unter seinen Nachfolgern: „Umkehr heißt, dass wir, die wir erneuert wurden und dann durch die Sünde gealtert sind, das Alter verlassen und uns erneuern … denn dort war alles nur Gnade.“

Seht also, Brüder und Kinder, vor uns liegt die Zeit der Gnade, die Zeit der Reue, die Rennbahn der Ernüchterung und der Übung, damit wir, „bevor wir sterben, für das Schauspiel unseres Heils sorgen“, in wahrer und erlebter Umkehr des Herzens angesichts dessen, „dass wir gesündigt, das Gesetz übertreten und Unrecht getan haben … und das Gebot“ des Herrn „nicht gehalten und nicht befolgt haben“. Es „schone uns der Allgegenwärtige und alles Erfüllende“, Christus, unser Gott, nach seinem großen und unergründlichen Erbarmen. Seine rettende Gnade sei mit Euch allen!

 

 

Heilige Große Fastenzeit 2014

Patriarch Bartholomaios von Konstantinopel

 

Euer aller inständiger Fürbitter bei Gott

 

 

 

 

 

† BARTHOLOMAIOS PAR LA GRÂCE DE DIEU ARCHEVÊQUE DE CONSTANTINOPLE-NOUVELLE ROME ET PATRIARCHE ŒCUMÉNIQUE À TOUT LE PLÉRÔME DE L’ÉGLISE QUE LA GRÂCE ET LA PAIX DE NOTRE SEIGNEUR ET SAUVEUR JÉSUS CHRIST, AINSI QUE NOTRE PRIÈRE, BÉNÉDICTION ET ABSOLUTION SOIENT AVEC VOUS

« Voici maintenant le moment tout à fait favorable. Voici maintenant le jour du salut. » (II Co 6, 2.)

Frères et sœurs, enfants bien-aimés dans le Seigneur, Notre Église orthodoxe nous recommande, en cette période, de nous intéresser à la vraie pénitence, « le creuset du péché » . La pénitence et le premier sujet de la prédication de notre Seigneur Jésus Christ, la quintessence de la doctrine chrétienne. C’est l’appel quotidien que l’Église nous adresse à tous.

En dépit de cela, nous sommes nombreux parmi les chrétiens à ne pas avoir véritablement vécu la pénitence. Parfois nous considérons qu’elle ne nous concerne pas personnellement, faute de nous ressaisir, de reprendre conscience et de réaliser d’avoir commis quelque péché. Toutefois, comme nous l’enseigne le maître de la vie spirituelle l’abbé Isaac le Syrien et comme la plupart des Pères de notre Église dogmatisent empiriquement : « la pénitence est indispensable même à ceux qui sont parfaits ». Et ceci, car faire pénitence n’est pas seulement regretter nos péchés, et son corollaire, décider de ne pas les répéter. C’est surtout changer nos conceptions au mieux, en sorte qu’il y ait une amélioration constante de nos idées sur Dieu et le monde, une croissance de l’amour et de l’humilité, de la purification et de la paix.

Dans ce sens, la pénitence est un progrès sans fin vers la perfection de Dieu, vers laquelle nous devons tendre et nous engager continuellement. Et puisque la perfection de Dieu est infinie, notre marche vers la ressemblance est aussi infinie et interminable. Il y a toujours un niveau de perfection supérieur à celui atteint à chaque fois et c’est pourquoi il faut toujours chercher notre progrès spirituel et notre transfiguration, comme nous exhorte l’apôtre Paul, monté au troisième ciel et ayant contemplé les mystères : « Et nous tous qui, le visage dévoilé, reflétons la gloire du Seigneur, nous sommes transfigurés en cette même image, avec une gloire toujours plus grande par le Seigneur, qui est Esprit ».

Tant notre for intérieur est purifié, tant notre œil spirituel clarifié, tant nous voyons nous-mêmes et toute chose plus clairement, et ce changement, cette amélioration dans la façon de considérer les choses du monde et notre état spirituel constitue une pénitence ; autrement dit, un état de notre esprit, plus jeune et meilleur que celui dans lequel nous étions jusqu’à présent. Dans se sens, la pénitence est la condition fondamentale pour progresser spirituellement et atteindre la ressemblance de notre existence à Dieu.

Certes, pour être réelle, la pénitence doit être accompagnée de fruits correspondants, notamment le fait de pardonner à nos semblables et faire des œuvres de bienfaisance envers eux. L’élan vers le prochain dû à l’amour de notre cœur destiné à l’accepter et à pourvoir à ses besoins dans la mesure du possible, constitue un élément fondamental de la pénitence sincère. D’ailleurs, la voie du repentir consiste à condamner les péchés et les confesser, à ne pas garder rancune, à prier avec ferveur, à faire preuve de miséricorde, d’humilité, d’amour envers tout le monde, à remporter la victoire sur le mal, à éviter la vanité et la futilité qui se flétrissent instantanément.

La lutte du repentir livrée dans l’âme est révélée dans « la différence du Pharisien et Publicain » et nous invite à « détester la voix hautaine du Pharisien, et du Publicain à imiter la prière pleine de componction, en priant le Seigneur dans les larmes : Pardonne, Seigneur aux pécheurs que nous sommes, ô Dieu, aie pitié de nous ».

La période du saint et grand Carême qui commence se prête, au milieu de la crise économique qui sévit au niveau mondial, à manifester notre aide matérielle et spirituelle à notre semblable. Ainsi, en agissant avec charité et en manifestant concrètement notre conversion, depuis la considération individualiste de la vie à l’instar du Pharisien, vers une considération collective et altruiste, à l’instar du Publicain, nous aurons fait une grande et très profitable pénitence, changeant notre conception individualiste et nous aurons vécue le repentir pour avoir observé une attitude de vie fondamentalement erronée, en renonçant au péché de l’égocentrisme et de la vanité pour la vertu de l’amour du prochain « en imitant l’humilité du Publicain réclamant le pardon ».

Depuis le siège patriarcal de Jean Chrysostome, le héraut et le docteur empirique de la pénitence, nous entrons dans cette période salvatrice de purification du cœur et de l’esprit, pour accueillir la Passion, la Croix, la Mise au tombeau et la Résurrection de notre Seigneur, non pas symboliquement et en paroles, mais réellement et empiriquement ; avec lui, à travers le temps, moi le moindre de ses successeurs, exhorte, prie et supplie : « La pénitence a pour effet de nous faire dépouiller le vieil homme et de faire des hommes nouveaux de ceux qui étaient retombés dans leurs anciens péchés ; mais elle ne peut rendre à l’homme ce premier éclat qui est uniquement l’ouvrage de la grâce » .

Voici donc, frères et enfants, devant nous s’ouvre un temps propice « au regret » et une étape de conversion et d’ascèse. « Profitons de ce que nous sommes encore dans le stade, de ce que c’est le temps de la lutte, et, avant que les spectateurs se séparent, inquiétons-nous de notre salut » , en nous repentant vraiment et empiriquement de tout : « Nous avons péché, nous avons commis l’iniquité, nous avons fait des actions perverses, nous n’avons rien fait comme [le Seigneur] nous l’a commandé » , afin que Christ notre Dieu « qui est partout présent et qui remplit tout » nous épargne, selon Sa grande et insondable miséricorde, Dont la Grâce soit avec vous tous.

Saint et Grand Carême 2014 † Bartholomaios de Constantinople fervent intercesseur devant Dieu de vous tous.

+ ВАРФОЛОМЕЙ

МИЛОСТЬЮ БОЖИЕЙ АРХИЕПИСКОП КОНСТАНТИНОПОЛЯ - НОВОГО РИМА И ВСЕЛЕНСКИЙ ПАТРИАРХ ВСЕЙ ПОЛНОТЕ ЦЕРКВИ, БЛАГОДАТЬ И МИР ОТ СПАСА И ГОСПОДА НАШЕГО ИИСУСА ХРИСТА И ОТ НАС МОЛИТВА, БЛАГОСЛОВЕНИЕ И ПРОЩЕНИЕ

« Вот, теперь время благоприятное, вот, теперь день спасения » (2 Кор. 6, 2-3)

Возлюбленные о Христе братья и чада в Господе,

Наша Православная Церковь постановила нам в это время обратить наше внимание на истинное покаяние, « горнило греха », согласно Святому Златоусту. Покаяние является главным предметом проповеди Господа нашего Иисуса Христа и сущностью христианского учения. Это есть каждодневный призыв Церкви, обращенный ко всем нам.

Между тем, многие из христиан не жили покаяние истинно. Иногда кажется, что оно не имеет к нам самим отношения, ибо мы не хотим придти в себя, осознать и почувствовать, в какой мы впали грех. Однако, как учит Исаак Сирин, искусный в духовной жизни, и как на основании опыта утверждают догматически большинство Отцов нашей Церкви, « покаяние необходимо даже совершенным ». Потому что покаяние есть не только сожаление о грехах наших и, как следствие, решимость не совершать их опять, но добрая перемена всего сознания нашего, чтобы постоянно совершенствовалось наше восприятие Бога и мира, неуклонно возрастали в нас любовь и смирение, очищение и мир.

В этом смысле покаяние есть бесконечный путь к Божественному совершенству, которого мы всегда должны вожделеть и к которому стремиться. Поскольку Божественное совершенство беспредельно, наш путь к подобию его бесконечен и беспределен. Какой бы уровень совершенства мы не достигли, всегда будет ступень более высокая. И поэтому надлежит всегда стремиться к духовному прогрессу и преображению, как увещевает Апостол Павел, вознесенный даже до третьего неба и созерцавший неизглаголанные тайны, повествуя : « Мы же все открытым лицем, как в зеркале, взирая на славу Господню, преображаемся в тот же образ от славы в славу, как от Господня Духа » (2 Кор. 3, 18).

Чем больше очищается наш внутренний мир и наше духовное око, тем яснее видим и себя, и всё вокруг. В этом изменении и совершенствовании видения - как реалий мира сего, так и нашего духовного состояния - и заключается покаяние, как состояние нашего духа, новее и совершеннее того, в котором мы ныне находимся. В этом смысле покаяние составляет принципиальную основу духовного прогресса в достижении бытия по образу Божию.

Для того чтобы стать реальным, покаяние, конечно, должно приносить сопутствующие ему плоды, каковые суть прощение и благодеяние по отношению к со-человеку. Любовь к со-человеку движет наше сердце к тому, чтобы его принять всецело, отвечая насколько возможно всеобъемлюще на все его нужды. И это является основной составляющей искреннего покаяния. Иначе говоря, стезя покаяния есть узрение и исповедание грехов своих, непамятозлобие, горячая и истинная молитва, милостыня, смирение, любовь ко всем, победа добра над злом, уклонение от тщеславия и суетной надменности, которая мгновенно искореняется покаянием.

Через внутренний подвиг покаяния человеческой душе открывается « мытаря и фарисея различие » : да « возненавидим гордынный глас одного : ревнуя благоумиленной молитве » другого, молясь пространно со слезами : « Боже, милостив буди нам, грешным, и помилуй нас ».

В разгар охватившего весь мир экономического кризиса, наступившие дни Святой и Великой Четыредесятницы располагают к тому, чтобы заняться оказанием материальной и духовной помощи всякому со-человеку. Так, творя человеколюбие и являя на деле наше обращение от обыденного индивидуалистического фарисейского подхода к жизни к соборному и альтруистическому восприятию, мы претворим покаяние в жизнь с великой и огромной пользой, переродив образ нашего мышления индивида. Так наше покаяние станет реальным, изменяя нашу принципиальную ложную установку и возводя нас - « возревновавших мытаря смирению и нраву его, помилование ему принесшему » - от греха эгоцентризма и тщеславия к добродетели взаимной любви.

Вступаем мы в сей спасительный период очищения сердца и духа, чтобы углубилось восприятие нами Страдания, Креста, Гроба и Воскресения Господа нашего, став реальным и жизненным, а не символичным или абстрактным ; и от Патриаршего Трона Иоанна Златоуста, проповедника и опытного учителя покаяния, вместе со Святителем и мы, малейший из его преемников увещеваем, и молим, и просим : « через покаяние обновленными становятся, совлекаясь ветхости, обветшавшей от грехов, и работая обновлению, в чем и есть полнота благодати ».

Итак, братия и чада, предстала нам благоприятная пора « печали » и пришло время воспрянуть и подвизаться, чтобы « прежде, чем рассеется зрелище мира сего, возрадеть нам о спасении нашем » в истинном и бытийном покаянии : « согрешихом, беззаконновахом, неправдовахом пред Тобою, ниже соблюдохом, ниже сотворихом, якоже заповедал » нам Господь, да « пощадит нас везде Сый и вся исполняяй » Христос Бог, по великой и непостижимой милости Своей, Его же спасительная Благодать да будет со всеми.

Святая и Великая Четыредесятница 2014 + Константинопольский пламенный о всех молитвенник к Богу

+ B A R T H O L O M E W

By God’s Mercy Archbishop of Constantinople-New Rome and Ecumenical Patriarch

To the Plenitude of the Church : Grace and Peace from our Lord and Savior Jesus Christ And Prayers, Blessings and Forgiveness from us

“Behold, now is the favorable time, now is the time of salvation.” (2 Cor. 6.2)

Beloved brothers and sisters in the Lord,

Our Orthodox Church recommends that, during this period of Great Lent, we focus our attention toward sincere repentance, “the melting pot of sin,” according to St. John Chrysostom. Repentance is the first topic of our Lord Jesus Christ’s preaching and the very essence of the Christian teaching. It is the Church’s daily invitation to us all.

Despite this, many of us have not truly experienced repentance. We sometimes feel that it does not concern us personally because we do have not “come to ourselves” in order to comprehend and contemplate how we may have committed any sin. However, as we are taught by the wise teacher of the spiritual life, Abba Isaac the Syrian, and as most of the Church Fathers proclaim through experience, “repentance is necessary even for the perfect.” This is because repentance does not merely signify remorse for our sins and the consequent decision no longer to repeat them, but it also implies a change of our attitudes toward what is better so that we acquire constant improvement before God and the world, as well as continuous increase in love and humility, purification and peace.

In this sense, repentance is an unending journey toward divine perfection, to which we must at all times aim and move. Indeed, since God’s perfection is boundless, our way toward its likeness must also be boundless and endless. There is always a level of perfection beyond what we have achieved, and so we must constantly seek spiritual progress and transformation, as urged by St. Paul, who ascended to the third heaven and beheld the ineffable mysteries : “And we all, with unveiled face, beholding the glory of the Lord, are being changed into his likeness from one degree of glory to another ; for this comes from the Lord who is the Spirit.” (2 Cor. 3.18)

The more our internal world is cleansed, the more our spiritual eye is purified, the more clearly we see ourselves and everything around us. Moreover, this change - namely, the improvement in our vision of the reality of this world and the spiritual condition of ourselves - is precisely what repentance is all about. Repentance is a renewed and improved state of spirit, of the condition where we presently find ourselves. Accordingly, then, repentance is the fundamental presupposition of spiritual progress and of acquiring likeness toward God.

In order, of course, for repentance to be genuine, it must also be accompanied by the appropriate fruits, especially forgiveness of and charity toward others. The basic criterion of sincere repentance is that our heart is moved toward acceptance of our fellow human beings and response to their needs as much as can. After all, the way of repentance is recognition and confession of our sins, no longer holding grudges against others, praying with warmth and integrity, as well as mercifulness, humility, love toward all people, victory of good over evil, avoiding vainglory and arrogance, which immediately withers away everything.

This struggle within our soul is revealed in “the difference between the publican and the Pharisee . . .,” which is an invitation to “despise the proud voice of the latter, while envying the contrite prayer of the former,” even as we fervently pray with tears “that God may take pity on us sinners and have mercy on us.”

The period of Great Lent that is upon us is an opportunity, in the midst of a widespread and global financial crisis, to demonstrate our material and spiritual assistance toward other people. When we act charitably and manifest our repentance in practice - moving from an individualistic and pharisaic way of life to a collective and altruistic way of life, like the publican - then we shall realize the great benefit of repentance and conversion, while also experiencing repentance as a vital transition from the sin of self-centeredness and vainglory to the virtue of love, “aspiring to the humility and attitude of the publican, who deserved God’s mercy.”

From the Patriarchal Throne of St. John Chrysostom, who both preached and practiced such repentance, as we enter this salvific period of purification of heart and soul in order to welcome the Passion, Cross, Burial and Resurrection of our Lord, not just in rituals and words but also in practice and experience, we too as his unworthy successor urge, entreat and beseech you : “Acquire repentance by becoming new people, by renouncing the old nature of sinfulness and acquiring newness of life . . . For that is where the fullness of divine grace lies.”

Behold, then, beloved brothers and sisters, a favorable time “of mourning” opens up before us, an arena of vigilance and discipline, so that “before the theater of this life passes, we may care for our salvation” with sincere and tangible repentance for all “our sins, wrongdoings, and injustices . . . without adhering to or doing what we have been commanded” by the Lord, so that Christ our God, “who is present everywhere and fills all things, may care for us” in His great and inscrutable mercy.

May His saving grace be with you all. Holy and Great Lent 2014 + Bartholomew of Constantinople Fervent supplicant for all before God